21.09.2011 - Pressemitteilung: Neue Bremer Energiegenossenschaft mit Solidartransfer sucht Investoren

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Mit dem Ziel, die Energiewende und soziale Projekte zu fördern, gründete sich am Dienstagabend die Energiegenossenschaft solar popular eG. Geplant sind zunächst drei Anlagen in Hemelingen sowie eine weitere auf dem Dach der Tami-Oelfken-Schule in Blumenthal. Ein großer Erfolg für ein Projekt, das klein angefangen hat.

Die ersten Anlagen der Genossenschaft sollen noch 2011 ans Netz gehen. Sie werden auf Dächern der Firma bremer recycling in der Hemelinger  Hafenlandschaft errichtet. Die Anlagen mit einer geplanten Leistung von  ca. 200 Kilowatt Peak  reichen aus um 70 Haushalte mit Strom zu versorgen. Um so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen zu können, sind 140.000 Euro Eigenkapital notwendig, die über die Zeichnung von Genossenschaftsanteilen erreicht werden sollen. Für eine vierte Anlage wurde der Genossenschaft das Dach der Tami-Oelfken-Schule in Blumenthal zugewiesen. Diese wird im Frühjahr 2012 errichtet.

Die Projektschmiede SaHNE, welche auch die Gründung der solar popular eG vorbereitet hat, betreibt bereits seit 2009 eine Bürgersolaranlage auf einem Biohof bei Bremen. Für Malte Zieher, frisch gewählter Vorstand der Genossenschaft, ist die Gründung ein logischer nächster Schritt. „Mit der Genossenschaft lassen sich größere Anlagen realisieren und auch mehrere Anlagen unter einem Dach zusammen fassen“ so Zieher. In Zukunft sollen jedes Jahr weitere Anlagen dazu kommen. In Frage kommen dafür sowohl öffentliche als auch private Dächer, deren Eigentümer eine Dachpacht erhalten.

Während das Modell der Solar-Genossenschaft in Deutschland bereits verbreitet ist, geht die solar popular eG neue Wege bei der Verwendung der Gewinne. „Wir wollten nie etwas rein um des Profits willen machen“ sagt Zieher. „Unser Ziel ist es, unseren Mitgliedern eine sichere Rendite zu ermöglichen und gleichzeitig soziale Projekte zu fördern. Mit der Verpflichtung 20 Prozent der jährlichen Überschüsse an soziale Projekte zu spenden, sind wir deutschlandweit einzigartig.“

Dieses „Solidartransfer“ genannte Modell wurde bereits bei der ersten Bürgersolaranlage von SaHNE erprobt und hat seither zum Beispiel die Installation einer Photovoltaikanlage auf einer Schulbibliothek in Kamerun ermöglicht. Auch in Zukunft sollen vor allem Projekte gefördert werden, die sich als Teil einer nachhaltigen, an menschlichen Bedürfnissen orientierten Wirtschaftsweise verstehen.

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